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Endoprothesenregister

Ein Endoprothesenregister kann helfen, die Qualität der Versorgung zu verbessern und Kosten im Gesundheitssystem einzusparen.

Ein nationales Endoprothesen- oder Implantatregister erfasst Modell und Marke jedes implantierten künstlichen Gelenks (Erst- und Wechseloperationen) eines Landes. Wird eine Prothese gewechselt, kann ein Abgleich mit den Daten der ersten Implantation erfolgen, selbst wenn zwischen Erst- und Wechseloperationen oft viele Jahre liegen. Dadurch sind Rückschlüsse über die langfristige Haltbarkeit und Qualität von Prothesen möglich, aber auch über die Qualität der Krankenhäuser.

Durch die zentrale Erfassung und Auswertung von sehr großen Datenmengen, können Auffälligkeiten auf Seiten der Produkte oder Kliniken früh erkennbar werden.

Ein Endoprothesenregister für Deutschland

Das Endoprothesenregister Deutschland (ERPD) ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, des Verbandes der Ersatzkassen, des AOK-Bundesverbandes, des Bundesverbandes Medizintechnologie und des BQS-Instituts.

Mit den im Rahmen des EPRD gesammelten Daten soll es zukünftig möglich sein, genauere Aussagen treffen zu können über die Ursachen für Revisionen von Endoprothesen. Aussagen, ob das Implantat, die Operationstechnik oder patientenindividuelle Faktoren verantwortlich sein, sollten leichter zu machen sein als bisher.

Das ERPD befindet sich derzeit in der Pilotphase und wird seinen Betrieb voraussichtlich im Laufe des Jahres 2012 aufnehmen. Die Teilnahme am Register ist für die Kliniken freiwillig.